„14/18 – mitten in Europa“ – Wanderausstellung an der JGS

Veröffentlicht in Aktuelles

„14/18 – mitten in Europa“ – Wanderausstellung an der JGS

Was hat der Erste Weltkrieg mit der heutigen Zeit zu tun? Warum lohnt sich eine Auseinandersetzung für das Verständnis der Gegenwart? Ausgehend von diesen Fragen besuchten Schüler*innen der Jacob-Grimm-Schule die Wanderausstellung „14/18 – mitten in Europa“, die vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. konzipiert wurde und momentan in der Jacob-Grimm-Schule besichtigt werden kann. „Da der Besuch von Ausstellungen organisatorische Hürden für Lehrkräfte birgt und in den letzten beiden Jahren pandemiebedingt teilweise schwierig umzusetzen war, haben wir uns an der JGS dafür entschieden, eine Ausstellung zu uns zu holen“, erklärte Geschichtslehrer Herr Huscher, der die Ausstellung mit dem Volksbund an die Schule gebracht hatte.

Um die Aktualität des Ersten Weltkriegs aufzuzeigen, zog Frau Dr. Dodenhoeft vom Volksbund einleitend historische Linien von 1914 zum aktuellen Ukraine-Konflikt anhand des sich wandelnden deutsch-ukrainischen Verhältnisses. Zudem erläuterte sie die Funktionen und Aufgaben des Volksbundes im Zusammenhang mit Erinnerungskultur, Denkmalpflege und pädagogischer Arbeit. Im Anschluss setzten sich die Schüler*innen der Qualifikationsphase mit den Ausstellungsschwerpunkten auseinander. Dabei konnten sich die Schüler*innen über die internationalen Verflechtungen zu Kriegsbeginn oder die Kriegsbegeisterung bei Kriegsbeginn informieren. Zwischen zahlreichen informierenden und interpretierenden Texten sowie Bildquellen waren die Schüler*innen mit staatlicher Kriegspropaganda, aber auch mit Widerstand gegen den Krieg konfrontiert. Angeregte Diskussionen über mögliche „Lehren“ für unser heutiges Verständnis von Frieden kamen während der Ausstellung und im Unterricht zu Stande. 

Das pädagogische Angebot des Volksbundes zu Themengebieten des Ersten und Zweiten Weltkriegs, verknüpft mit regionalen Bezügen, bietet den Schüler*innen neben dem Unterricht weitere Einblicke in die Vergangenheit und schafft durch Exkursionen auch Erfahrungen mit der Aufarbeitung von Vergangenheit. „Wir freuen uns auf weitere Kooperationen zwischen unserer Schule und dem Volksbund, um den Lernraum für unsere Schüler*innen zu erweitern“, sagte die Aufgabenfeldleiterin für Geschichte, Frau Eichner. Die Ausstellung kann bis zum 7. April 2022 im dritten Lichthof besucht werden.

5E4DB2B8 64E1 4CF2 9AE2 EF33EE9DEB2A 1 105 c

Text: Christopher Huscher

Bild: Maria Eichner