Schlüssel zum Glück - Berufsinformation 2020

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Auf der Suche nach dem Schlüssel zum Glück - Der Berufsinformationstag 2020

Wie soll es nach dem Abitur weitergehen? In welchem Beruf sehe ich mich möglicherweise? Und woher soll ich eigentlich wissen, was der richtige Beruf für mich ist? Einer Kölner Studie zufolge weiß etwa 1/3 der Jugendlichen nicht, wie es nach dem Abitur weitergehen soll..
In einem Interview der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 13.12.2015 begründet der berühmte Göttinger Hirnforscher Professor Gerald Hüther, warum erst die Arbeit den Menschen zum Menschen macht. Da der Mensch ein zoon politikon, ein soziales Wesen sei, habe er das Bedürfnis, sich als Teil der Gemeinschaft zu verstehen. Hüther zufolge kann man am besten durch Arbeit seine Verbundenheit mit der Gemeinschaft zum Ausdruck bringen, aber auch den Wunsch nach Freiheit und Autonomie verwirklichen. Diese Ansicht zeigt die Tragweite, die die Berufswahl mit sich bringt. Deutlich wird darin auch die Notwendigkeit, Jugendlichen Hilfe an die Hand zu geben, wie eine solche Entscheidung aussehen kann.
‘To find out, what one is fitted to do and to secure an opportunity to do it is the key to happiness.´
Mit diesem Zitat von John Dewey, das sinngemäß bedeutet: „Herauszufinden, wozu man geeignet ist, und eine Gelegenheit zu finden, das zu tun, ist der Schlüssel zum Glück“, brachte Heike Haschen in der Eröffnungsrede das Anliegen des jährlich an der JGS stattfindenden Berufsinformationstages für die Q2 auf den Punkt.
Zur Einführung konnte Frau Dr. Andrea Bindig für einen Vortrag gewonnen werden. Selbst ehemalige Schülerin der JGS, legte sie ihr Abitur im Jahr 2000 an unserer Schule ab. Als Mitbegründerin der Jugendzukunftskonferenz kehrte die inzwischen promovierte Richterin und wissenschaftliche Mitarbeiterin des Bundesverfassungsgerichtes in Karlsruhe an die JGS zurück, um zum Thema „BERUF-UNG?“ zu sprechen. Selbst schon früh entschieden, Juristin werden zu wollen, gab Frau Dr. Bindig Einblicke in statistische Werte der aktuellen Shell Studie, die zeigt, dass die Prioritäten bei den Berufswünschen der Jugendlichen auf Sicherheit, dem Wunsch nach sinnvoller Tätigkeit als auch einer guten Work-Life-Balance liegen. Außerdem sprach sie davon, was junge Menschen ihrer Meinung nach im Gepäck haben sollten, wenn sie sich auf die Suche nach ihrem Beruf begeben: die Bereitschaft, offen zu sein für Neues, keine Angst vor Fehlern zu haben, sondern sich an ihnen weiter zu entwickeln und Selbsteinschätzung zu erlernen, Achtsamkeit, Resilienz und Wertschätzung sowie die Fähigkeit, neugierig zu bleiben.
Nach diesen allgemeinen Impulsen und der Gelegenheit für Rückfragen, haben die Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Workshops, in die sie sich vorab eingewählt hatten, konkrete Einblicke in einzelne Berufe erhalten. Es stellten sich Vertreterinnen und Vertreter ganz unterschiedlicher Berufe aus Bereichen wie Beratung, Management, Architektur, Medien und Kultur vor und boten Gelegenheit zum Gespräch. Neu dabei war das Finanzamt.

 

Foto: Indira Marukic