Sieg beim Bundeswettbewerb "Jugend forscht"

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Bundessieger BIO 2018 Stand 020Mit tollen Erfolgen wurden in diesem Jahr gleich mehrere JGS-Schülerinnen und -Schüler beim Jugend-forscht-Wettbewerb in Darmstadt für ihre langjährigen Forschungsarbeiten belohnt. Bereits beim diesjährigen Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ waren unter den zehn ersten Plätzen acht Teams des Schülerforschungszentrums Nordhessen (SFN), fünf davon mit Beteiligung von Jacob-Grimm-Schülerinnen und -Schülern, drei dieser fünf Teams erreichten den ersten Platz beim Landesentscheid und stellten sich dem Wettkampf um den Bundessieg in ihren Fachgebieten. Das sensationelle Ergebnis: Der Bundessieg im Fachgebiet Biologie sowie mehrere hoch dotierte Sonderpreise.
Die Abiturientinnen Jessica Grabowski, Annalena Bödiker und Felicia Walter (alle JGS) fanden während ihrer Forschungen heraus, dass es verschiedene Wahrnehmungen von Bitterstoffen gibt. Sie konnten die Auswirkung seltener Genvarianten auf die Geschmacksempfindlichkeit in großangelegten Untersuchungen an Menschen nachweisen und analysieren. Das Team, das von dem Leiter der Jugend-forscht-AG der Jacob-Grimm-Schule, Ingo Brauer (JGS und SFN), betreut wurde, siegte nicht nur im Fachgebiet Biologie beim Landeswettbewerb, sondern konnte sich mit der bundesweit besten Arbeit, dem Bundessieg, durchsetzen. So hieß es in der Laudatio: „Die Jungforscherinnen haben die Jury mit einem mitreißenden Vortragsstil, fundiertem Fachwissen und einer insgesamt hochprofessionellen Herangehensweise begeistert. Besonders beeindruckte die Jury, dass die drei ihr Forschungsprojekt zielstrebig weiterentwickelten und die nächsten Schritte bereits fest im Blick haben.“ Durch ihre Ergebnisse wird möglicherweise eine krebspräventive Ernährungsberatung möglich. Sie erhielten zusätzlich einen Sonderpreis für ihre besondere Arbeit auf dem Gebiet der Neurowissenschaften (dotiert mit 1000 Euro).
 ML56839 BADarüber hinaus erhielten die Landessieger im Fachgebiet Chemie für ihre Forschungen zur „Synthese von Platin- und Goldnanopartikeln“ (Lena Kemper, Gyulten Mangova und Luisa Gagalik, alle JGS) beim Bundeswettbewerb den Sonderpreis für eine besondere Entwicklung auf dem Gebiet der chemischen Nanotechnologie, dotiert mit 1000 Euro. Die Jungforscherinnen optimierten ein chemisches Verfahren, um winzige Nanopartikel aus Platin für Katalysatorbeschichtungen herzustellen. Mit einem Ofenrohr leiteten sie die Abgase eines Benzinrasenmähers über ihr selbst beschichtetes Katalysatorgitter. Durch das Messen der Kohlenstoffmonoxidkonzentration konnten sie zeigen, dass ihr Konzept wirksamer arbeitet als industriell hergestellte Katalysatoren.
 ML56884 BADie Sieger des Landeswettbewerbs im Fachgebiet Physik Jannik Meyer (JGS), Jochan Brede (Engelsburg) und Tristan Brechtken (Herderschule) bekamen beim Bundeswettbewerb einen mit 1500 Euro dotierten Preis der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung für ihre Forschungen zum Laser-Speckle. Ihre aufwändige Messreihe zum Flimmern des Laser-Lichtes ermöglichte, den Einfluss der Oberfläche der beleuchteten Körper zu untersuchen und die Zusammenhänge an einer Simulation der Lichtausbreitung zu überprüfen. Auf dieser Grundlage entwickelten sie eine Theorie, wie sich mit Speckles die Rauigkeit oder Struktur von Oberflächen bestimmen lässt. Auch eine Temperaturmessung mittels Laserflecken ist so möglich. Denkbar ist künftig ein Einsatz ihrer Methode bei der zerstörungsfreien Prüfung von  Werkstücken zur Qualitätssicherung.

Alle Forschungsarbeiten entstanden im SFN – nur durch die Zusammenarbeit mit diesem unter der Leitung von Klaus-Peter Haupt, durch die Kooperation der hervorragenden SFN-Projektbetreuer, des Leiters der Jugend-forscht-AG der JGS, Ingo Brauer, wie auch JGS-Lehrer Guido Eckhardt wurden diese Forschungen realisierbar. Wir gratulieren!

Text: Annabelle Weyer (Fotos vom Bundeswettbewerb: Stiftung Jugend forscht e. V./Merck)

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