Sea Shepherd-Aktivisten zu Gast

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Sea Shepherd - Aktivisten für den Erhalt der Meere

DSC 0181Zwei Vertreter der Meeresschutzorganisation „Sea Shepherd" informierten ca. 200 Schülerinnen und Schüler der JGS über aktuelle Umweltprobleme der Weltmeere und gaben einen Einblick in ihre Tätigkeitsschwerpunkte. In dem ca. 45-minütigen Vortrag wurde zunächst die Organisation Sea Shepherd („Hirten der Meere") kurz vorgestellt. Der Hauptteil des Vortrages widmete sich der Bedrohung des Ökosystems der Weltmeere durch die Plastikmüllverschmutzung. Hierbei wurde zum einen die gezielte Entsorgung von Plastikmüll in Flüsse oder Meere thematisiert, aber auch der fahrlässige Umgang mit Plastik, z. B. große Mengen fliegender „Party-Luftballons", Plastik-Einwegflaschen oder der Abrieb von Fischernetzen. Mit drastischen Bildern wurde gezeigt, welche dramatischen Folgen der oftmals reißfeste und kaum vergängliche Plastikmüll für die Tiere des Ökosystems Meer hat. Neben Vorschlägen zur Vermeidung von Plastikmüll berichteten die beiden Aktivisten von Säuberungsaktionen der Organisation Sea Shepherd: Die Bergung von Plastikmüll, „Geisternetzen" und Autoreifen durch Taucher aber auch „Beach-Clean-Up"-Aktionen zur Strandreinigung von Flüssen und Meeren.

Als neues und völlig ungelöstes Problem wurde über die Belastung der Meere durch Mikroplastik berichtet, welches bei der mechanischen Zersetzung der Plastikgegenstände entsteht und sich zunehmend im Ökosystem anreichert.

DSC 0199Abschließend gingen die zwei Vertreter von Sea Shepherd auf die Verfolgung von Wildereraktivitäten in den Weltmeeren ein, vor allem auf Aktionen Ihrer Organisation gegen illegalen Walfang.

Im zweiten Teil der Veranstaltung hatten die Schülerinnen und Schüler ausgiebig Gelegenheit zum Nachfragen: Die Finanzierung der Organisation, Alternativen zur Verwendung von Plastik, Mikroplastik im Trinkwasser, das Verhältnis von Sea Shepherd zur Gewalt und zu den Gesetzen der Internationalen Gemeinschaften waren nur einige der Themen, die hier – leider teilweise sehr verkürzt – zur Sprache kamen. Die Vielfalt der Nachfragen spiegelt das große Interesse am Vortrag wider.

Abschließend bedankte sich Frau Kastmann vom Fachbereich Biologie jeweils mit einer Flasche Wein für den authentischen und spannenden Vortrag.

Text: Kastmann/Meyfarth

Fotos: Annabelle Weyer