Spendenlauf als Protestaktion - JGS-Schüler erlaufen über 6000 Euro für guten Zweck

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„So läuft’s nicht, wir laufen selbst“ lautete das Motto des Spendenlaufs der Jacob-Grimm-Schule, das durchaus als Protest gegen die Bildungspolitik des hessischen Kultusministeriums zu verstehen ist. Eigenständig hatte die Schülervertretung nach dieser Devise den Lauf um die Karlswiese vor der Orangerie organisiert. „Ich laufe für besseres Toilettenpapier“, „Ich laufe für eine Musikanlage“, „Ich laufe, weil nichts läuft“ war zum Beispiel auf den Laibchen der Schüler zu lesen – jeder konnte sein eigenes Motto gestalten. Mit dem Lauf sollte auch demonstriert werden, dass viel zu wenig Geld in die Bildungspolitik und auch besonders die Schulausstattung der Stadtschulen fließt. Im Nachhinein bekam der Protest eine neue Qualität, da die Schülervertretung nun auch zum Protest gegen die Reduzierung des Schülerfaktors aufruft, was die Einsparung von Lehrerstellen an den Oberstufen zur Folge haben wird, wenn die Umsetzung nicht gestoppt werden kann.

Mittlerweile sind die Spendengelder eingesammelt - insgesamt erliefen die Schülerinnen und Schüler über 6000 Euro. Der größte Teil fließt in die Schulausstattung, nun konnte eine neue Musikanlage für kulturelle Veranstaltungen und Feste der SV angeschafft werden. Ein weiterer Teil wird für Anschaffungen des Rudervereins zurückgelegt, was dem Wassersport am Bootshaus der JGS zu Gute kommt. Außerdem wurde laut einem Generationenvertrag innerhalb der Schülerschaft jedem Abiturienten die Karte für den Abiball bezahlt, sodass der Besuch des eigenen Abiballs nicht an die Kosten für eine Karte gebunden ist. Die Schüler haben jedoch nicht nur an sich gedacht, sondern auch beschlossen, soziale Projekte zu unterstützen. Daher werden 20 Prozent des Geldes an die Organisation Viva con Agua gespendet, ein weiterer Teil geht an die UKULALA-AG der Schule, die sich für das Village Pinoeer Project in Nigeria einsetzt.

Text und Foto: Annabelle Weyer

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