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JGS-Schüler begeistern für Forschung

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DSC 5214„Wie viel wissen wir?“ - diese Frage stellte sich dem Publikum, das sich in der Sporthalle der Jacob-Grimm-Schule (JGS) im Rahmen des Grimm Forums „Begeistern für Forschung“ zusammengefunden hatte. Zwei Drittel der Anwesenden stimmten dafür, dass wir Menschen erst weniger als zehn Prozent des existierenden Wissens herausgefunden und erforscht haben. Und dabei bedeutet „forschen“ nur „durch intensives Bemühen, (…) etwas finden oder ermitteln“.
An diesem Abend wurde deutlich, dass nicht nur Professoren forschen und neue Erkenntnisse haben können, sondern auch Schülerinnen und Schüler in unserer Umgebung. Denn warum sollten sie sich ihre Fragen bis nach dem Studium aufheben, wenn sie jetzt schon die Möglichkeit und Motivation haben, etwas Neues zu entdecken?
Bei dem diesjährigen Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ waren unter den zehn ersten Plätzen acht Teams des Schülerforschungszentrums Nordhessen (SFN), fünf davon mit Beteiligung von Jacob-Grimm-Schülerinnen und -Schülern, drei dieser fünf Teams erreichten den ersten Platz beim Landesentscheid und stellen sich nun dem Wettkampf um den Bundessieg in ihren Fachgebieten. 

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Alle zehn Beteiligten JGS-Schülerinnen und-schüler wurden gemeinsam mit ihren drei Forschungspartnern aus anderen Schulen für ihre herausragenden naturwissenschaftlichen Forschungen, an denen sie bis zu zwei Jahren im SFN gearbeitet hatten, geehrt und stellten ihre weltweit erstmals veröffentlichten Ergebnisse unterhaltsam und anschaulich der Öffentlichkeit vor, eingerahmt von den selbst komponierten Klängen des Grimm Tentetts.
Den Anfang machte das Team, das sich mit Auswirkungen seltener Genvarianten auf die Geschmacksempfindungen beschäftigte. Jessica Grabowski, Annalena Bödiker und Filicia Walter (alle JGS) fanden während ihrer Forschungen heraus, dass es verschiedene Wahrnehmungen von Bitterstoffen gibt, und auch im Zuschauerraum stellte sich nach einem kleinen Test heraus, dass es sehr unterschiedliche Geschmacksempfindungen gibt. Das Team, das von dem Leiter der Jugend-forscht-AG der Jacob-Grimm-Schule, Ingo Brauer, betreut wurde, siegte nicht nur im Fachgebiet Biologie beim Landeswettbewerb und erhielt zusätzlich einen Sonderpreis für eines der begehrten Forschungspraktika, sondern wird auch Ende Mai beim Bundesentscheid antreten.
DSC 5152Während eines Ausstellungsrundgangs konnte man sich auch die anderen Projekte anschauen und über diese mit den jungen Forscherinnen und Forschern diskutieren. Für jeden war ein spannendes Thema dabei, so stellten die Teams ihre Forschungen zur „Synthese von Platin- und Goldnanopartikeln“ (Lena Kemper, Gyulten Mangova und Luisa Gagalik, alle JGS, Landessieg Chemie, Qualifikation für den Bundeswettbewerb, Sonderpreis der Bundesstiftung Umwelt), zur „Untersuchung von pi-Elektronensystemen“ (Carsten Müller [JGS] und Benedikt Menges [Wilhelmsgymnasium], zweiter Platz im Fachgebiet Chemie beim Landeswettbewerb, Sonderpreis Forschungspraktikums an der TU Darmstadt) sowie zur „kieferorthopädischen Behandlung mit Ober- und Unterkieferdehnplatten“ (Tizian Zeibig ]JGS] und Hendrik Meyer [Engelsburg], Sonderpreis vom Verband der Elektrotechnik, Elektronik Informationstechnik e.V.) vor.
DSC 5199Zum Schluss der Veranstaltung präsentierten die Sieger des Landeswettbewerbs im Fachgebiet Physik Jannik Meyer (JGS), Jochan Brede (Engelsburg) und Tristan Brechtken (Herderschule) ihre Forschungen zum Laser-Speckle. Auch sie werden beim Bundeswettbewerb um den Sieg kämpfen. Dabei wurde deutlich, wie intensiv die Schülerinnen und Schüler an ihren Themen arbeiten und dass dies nur durch eine sehr enge Zusammenarbeit mit dem SFN, die auch durch JGS-Lehrer Guido Eckhardt gefördert wird, möglich ist.
An diesem Abend ist man nicht nur mit neuem Wissen nach Hause gegangen, sondern auch mit der Gewissheit, dass, wenn man sich das nächste Mal fragt, weshalb die Banane krumm ist, man die Suche nach der Antwort auch einfach selbst in die Hand nehmen kann. Und diese dreizehn Schülerinnen und Schüler haben uns gezeigt, dass man damit sogar richtig weit kommen kann!

Text und Fotos: Nora Licht/Annabelle Weyer

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Grandioses Abschlusskonzert des 3. Internationalen Big Band-Festivals

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DSC 0958Strahlende Gesichter, gemeinsames Grooven und Partystimmung waren beim 3. Internationalen Big Band-Festival des Schulverbundes der Heinrich-Schütz-Schule (HSS) und der Jacob-Grimm-Schule (JGS) anlässlich des 25-jährigen Bestehens der gemeinsamen Big Band garantiert.
Das fünftägige Festival endete mit einem musikalischen Höhepunkt: Beim Abschlusskonzert traten sowohl die Gäste aus Finnland und Dänemark als auch die Big Band von HSS/JGS auf.
Insgesamt besuchten mehr als 1000 Gäste die Konzerte der hr-Big Band als Geburtstagsgast und der Schüler-Bands der drei Länder.
Nach einem vielfältigen Programm wie dem Concert Walk in der Innenstadt Kassels und dem Auftritt mehrerer Jazz Combos der Jacob-Grimm-Schule und der „Vaskivuoren lukio“-Schule aus Vantaa (Finnland) im Theaterstübchen sowie einem Schulkonzert und Workshops mit Mitgliedern der hr-Big Band kam der krönende Abschluss: 

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Die Gastgeber der Jacob-Grimm- und Heinrich-Schütz-Schule überzeugten mit anspruchsvollen Instrumentalstücken wie „Seven steps to heaven“ oder dem Filmmusiktitel „Whiplash“, die Sängerin Alexandra Ulner und ihre Gesangspartner Marvin Diegel und Fernando Morales glänzten mit Swing und Soul.
Es folgte die Vasikuoren-Bigband aus Vantaa, zu der seit mehr als 20 Jahren freundschaftliche Kontakte gepflegt werden, diese beeindruckte mit Technik, Groove, guter Laune und hervorragenden Vokalisten. Sensationell spielte die Band – insbesondere die Rhythmsection – zwei Arrangements der Band Snarky Puppy.
Was gute Laune und Groove angeht, legte die Bigband der Kathedrals-Skole aus Aarhus (Dänemark) noch eine Steigerung hin: Insbesondere mit Soul- und Funk (z.B. Jamiroquais „Virtual Insanity“) brachte die Band die Schulaula zum Kochen und auch noch den letzten Zuhörer zum Tanzen. Mit Standing Ovations der vollen Aula und einem gemeinsamen Auftritt aller drei Gruppen wurde das Konzert ein grandioser Abschluss eines gelungenen Festivals und einer unvergesslichen Begegnung der Schul-Big-Bands aus Deutschland, Finnland und Dänemark, die in Kassel an diesem Abend jedoch nicht endete: In zwei Jahren treffen sich die Bands in Aarhus zum nächsten Festival, in vier Jahren geht es nach Finnland.

Fotos: Rosa Tübek, Lukas Joop, Annabelle Weyer (Die Fotos zeigen in chronologischer Reihenfolge: Schulkonzert mit deutscher, finnischer und dänischer Beteiligung, das Konzert der hr-Big Band sowie des Festivalkonzert mit der JGS-/HSS-Big Band, der finnischen und der dänischen Big Band.)

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Grimm Forum "Begeistern für Forschung" am 8.5.

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Der Förderverein der Jacob-Grimm-Schule e.V. lädt herzlich ein

zum nächsten Grimm Forum
"Begeistern für Forschung"
am Dienstag, 08.05., um 19.00 Uhr
in der Turnhalle der JGS.


In diesem Jahr nehmen außergewöhnlich viele Schülerinnen und Schüler der Jacob-Grimm-Schule, in Kooperation mit dem Schülerforschungszentrum Nordhessen, mit ihren Forschungen am Wettbewerb Jugend forscht teil. Ihre Teamarbeit, auch mit Schülern anderer Schulen, und ihre Forschungsergebnisse sind so interessant und bedeutsam, dass alle fünf Jugend forscht-Teams im Jugend forscht-Wettbewerb sehr erfolgreich sind (fünf erste Plätze beim Regionalwettbewerb Jugend forscht Nordhessen; Landeswettbewerb Hessen: Landessieg je in Biologie, Chemie und Physik, je mit Qualifikation für den Bundeswettbewerb, zweiter Platz in Chemie, Sonderpreis im Fachgebiet Arbeitswelt, genauer nachzulesen im Artikel über die Erfolge beim Landeswettbewerb).

Alle fünf Teams präsentieren auf dem Grimm Forum ihre Forschungen - begeistert vom Forschen begeistern sie für Forschung. Für das leibliche Wohl sorgt das Team der Cafeteria, musikalisch wird die Veranstaltung durch das Grimm Tentett untermalt.

Die Veranstaltung ist für alle Interessierten geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Plakat zur Veranstaltung

Riesenerfolge bei Jugend-forscht-Landeswettbewerb

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Team BiologieNach den herausragenden Ergebnissen des Regionalentscheids, bei dem sich fünf Teams mit Beteiligung von JGS-Schülern für den weiteren Wettbewerb qualifizierten, schnitten die Jugend-Forscht-Teams auch beim Landeswettbewerb hervorragend ab. Gleich drei Teams erreichten einen sensationellen ersten Platz und qualifizierten sich damit für den Bundeswettbewerb.
Jessica Grabowski, Annalena Bödiker und Felicia Walter holten mit ihren Forschungen zu dem Bitterstoff Phenylthiocarbamid (PTC) nicht nur den Landessieg im Fachgebiet Biologie, sondern erhielten auch einen der begehrten Sonderpreise und dürfen ein einwöchiges Forschungspraktikum am Forschungszentrum caesar Bonn absolvieren. Sie stellten fest, das nur kleine Unterschiede in der DNA dafür verantwortlich sind, ob wir Bitterstoffe schmecken oder nicht. Bislang waren nur „Schmecker“ und „Nicht-Schmecker“ bekannt. Die drei Schülerinnen aus Kassel beobachteten jedoch bei einem Selbsttest, dass je eine von ihnen PTC intensiv bitter, leicht bitter oder gar nicht schmeckte. Sie erforschten das Phänomen und entdeckten dabei die weitere, bislang unbekannte genetische Variante des „Halb-Schmeckers“. Ihre Ergebnisse könnten dazu beitragen, Fehl-Ernährung durch individuelle Ernährungsempfehlungen zu verhindern.
Team ChemieLena Kemper, Gyulten Mangova und Luisa Gagalik konnten sich durch ihren ersten Platz im Fachgebiet Chemie für den Bundesentscheid qualifizieren. Sie optimierten ein chemisches Verfahren, um winzige Nanopartikel aus Platin für Katalysatorbeschichtungen herzustellen. Mit einem Ofenrohr leiteten sie die Abgase eines Benzinrasenmähers über ihr selbst beschichtetes Katalysatorgitter und konnten durch Messen der Kohlenstoffmonoxid-Konzentration zeigen, dass ihr Modell deutlich wirksamer als industriell hergestellte Katalysatoren ist. Auch sie erhielten zusätzlich einen Geldpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.
Laser SpeckleDer erste Platz im Fachgebiet Physik ging an Jannik Meyer (JGS), der gemeinsam mit seinen Partnern Jochan Brede (Engelsburg) und Tristan Brechtken (Herderschule) für ihre Forschungen zum Laser Speckle geehrt wurde. Sie untersuchten den Effekt, der durch Beugung und Interferenz von Licht der gleichen Wellenlänge entsteht, sowohl experimentell als auch mittels zahlreicher Simulationen. Dabei entwickelten sie eine Theorie, wie sich mit Speckles die Rauigkeit oder Struktur von Oberflächen bestimmen lässt. Auch eine Temperaturmessung mittels Laserflecken ist möglich. Eine Anwendung der Methode liegt in der zerstörungsfreien Prüfung von Werkstücken zur Qualitätssicherung.
Team PhotokatalysatorenEinen guten zweiten Platz im Fachgebiet Chemie gab es für das Team „Untersuchung von pi-Elektronensystemen“. Carsten Müller (JGS) und Benedikt Menges (Wilhelmsgymnasium) entwickelten mit einem Näherungsmodell ein Verfahren, mit dem man Lichtabsorptionseigenschaften eines Moleküls mathematisch beschreiben und somit einen Referenzwert für gemessene UV-Vis Spektren errechnen kann. Mit den erarbeiteten Formeln können Informationen über das pi-Elektronensystem gewonnen werden. Auch sie erhielten einen Sonderpreis und können sich über ein zweiwöchiges Praktikum an der TU Darmstadt freuen. Die Forschungspraktika sind sehr begehrt, da die Schüler während dieser von qualifizierten Wissenschaftlern betreut werden.
Team ArbeitsweltIm Bereich „Arbeitswelt“ wurde mit einem Geldpreis die Forschung von Tizian Zeibig (JGS) und Hendrik Meyer (Engelsburg) für ihre Forschungen im Gebiet der Kieferorthopädie vom Verband der Elektrotechnik, Elektronik Informationstechnik e.V. belohnt. Sie entwickelten eine numerische Simulation, mit deren Hilfe die Behandlung mit Ober- und Unterkieferdehnplatten für den Pateinten effizienter und effektiver gestaltet werden kann.
Somit qualifizierten sich sieben JGS-Schüler für den Bundesentscheid, vier Teams wurden mit Sonderpreisen prämiert. Nach diesen sensationellen Erfolgen heißt es Daumen drücken für den Bundesentscheid!
Bei einem Grimm Forum werden am 8. Mai um 19:00 Uhr alle zwölf Jugend-forscht-Teilnehmer unter dem Motto „Begeistern für Forschung“ ihre Arbeit vorstellen und ihre Freude an der Forschung sicher weitergeben können. Die Veranstaltung ist für alle Interessierten geöffnet. Untermalt wird diese von funkigen Jazzklängen des Grimm Tentetts, die Cafeteria sorgt für das leibliche Wohl, der Eintritt ist frei.

Die Fotos stammen vom Regionalwettbewerb (Annabelle Weyer).

 

Schüler präsentieren "Gedankensplitter" aus Auschwitz am 27.4., 13:15 Uhr

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Erschütterung, Leere, Wut, Trauer, Unverständnis, die Auseinandersetzung mit Individuen einerseits und der unfassbaren Größe des Holocausts und der Entmenschlichung andererseits prägten die Fahrt nach Auschwitz Ende Januar bis Anfang Februar. Die Teilnehmer der Fahrt diskutierten viel über diesen Ort, den Umgang mit der Vergangenheit und die Bedeutung für die Zukunft. Viele Gedankensplitter wurden formuliert, die teilweise erst in den Wochen nach der Fahrt reflektiert, sortiert und nun der Schulgemeinde in Form einer kleinen Ausstellung nähergebracht werden sollen. Der Titel für diese ergab sich aus dem Austausch der Schülerinnen und Schüler, da so zahlreiche Eindrücke entstanden, vieles nur bruchstückhaft zu erfassen ist, immer wieder neue Fragen auftauchen und so viele Facetten bestehen, dass die Wahrnehmung des Ortes Auschwitz sich langsam in Teilen zusammenfügte und es doch kein Ganzes ergab. Auf diese Weise nahm jeder seine ganz eigenen „Gedankensplitter“ mit nach Hause. Ausschnitte von diesen zeigt nun der neu gestaltete Glaskasten im Foyer der Jacob-Grimm-Schule, ihre Gedanken und Ideen werden einige Teilnehmer der Fahrt am Freitag, 27.4. um 13:15 Uhr interessieten Mitschülern erläutern. Alle Interessierten treffen sich im Foyer.

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Foto: Ludwig Kowal (Q4)

 

 

 

 

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